Neun Stunden geballtes Handballwissen – Trainerseminar 2017

Am 1. und 2. Juli konnten sich Handballtrainer und -betreuer beim diesjährigen Neunburger Trainerseminar wieder Handballwissen pur abholen. „Sein eigenes Training auch selber immer wieder hinterfragen, das ist die große Kunst“, so kommentierte sehr treffend ein Teilnehmer des Seminars am Sonntag beim gemeinsamen Abschlussimbiss die beiden Seminartage.

Wie wichtig es für den Trainingsalltag ist, sich immer wieder mit den Basics zu beschäftigen, zeigte Seminar-Stammgast Klaus Feldmann, Initiator der Handballakademie, gleich zum Auftakt anhand des Grundlagenthemas „Schlagwurf“. Die Jungs und Mädels aus der D- und C-Jugend der Neunburger Handballer wurden vom Handball-Weltenbummler 90 Minuten lang in dieser Grundtechnik unterrichtet, ehe sie dann nach einer kurzen Pause für das Thema „Individuelle Angriffsschulung – Handlungsketten-Training“ als Demoteam zur Verfügung standen. In seiner unnachahmlichen fordernden und zugleich humorvollen Art zeigt der Lektor der Europäische Handball-Föderation (EHF) und des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), weshalb handballerische Grundlagen wie der Schlagwurf immer wieder Bestandteil des Trainingsalltags sein sollten.

Seine Premiere beim Neunburger Trainerseminar hatte dieses Jahr Frank Bergemann. Der ehemalige Trainer der Bundesligisten HBW Balingen-Weilstetten und HC Erlangen bearbeitet in der Nachmittagseinheit das individuelle Abwehrverhalten sowie das mannschaftstaktische Abwehrverhalten. Unter dem Motto „Abwehr muss Spaß machen“ zeigt der DHB-A-Lizenz-Inhaber mit der Neunburger Damen- und Herrenmannschaft, wie Teams die Defensive verbessern können und das Abwehrarbeit auch begeistern kann. Mit zahlreichen Übungsvarianten, die er gleichzeitig mit etwas „Gehirnjogging“ verband fordert er die Neunburger Demoteams und bot so den Anwesenden Trainern viele Ansatzpunkte für die eigene Arbeit.

Beim abendlichen Get-together konnten sich die Seminarteilnehmer und die Demoteams dann über die Inhalte des ersten Seminartags mit den Referenten austauschen und auch schon die eine oder andere Idee für die Umsetzung im Training besprechen.

Am Sonntag bat dann der Österreicher Roman Filz, Torwarttrainer des österreichischen Nationalteams für Jugend und Junioren sowie EHF Mastercoach und Lektor der Europäische Handball-Föderation (EHF), drei Neunburger Goalies zum Torwarttraining. Nach einem Aufwärmprogramm mit anspruchsvollen koordinative Übungen lernten die Teilnehmer neue Torwartübungen sowie auch neue Hilfsmittel beim Torwarttraining kennen.

In der letzten Einheit des Seminars erlebten die Teilnehmer dann, mit welchen Angriffsmitteln man erfolgreich gegen eine 6:0-Abwehr agieren kann. Klaus Feldmann erläuterte den Seminarteilnehmern, wie man Schritt für Schritt Lösungsansätze erarbeiten kann. Dabei demonstrierte sehr eindringlich, wie eine Trainingseinheit zu einem Thema strukturell aufgebaut sein sollte, so wie man es vom der Stammautor der Fachzeitschrift Handballtraining und seinen Beiträgen kennt.

Am Ende der beiden Tage waren die Teilnehmer und Spieler rundum zufrieden und mit zahlreichen neuen Ideen für das Training ausgestattet. „Es waren wieder zwei tolle und lehrreiche Tage. Auch der Austausch zwischen den Trainer war wieder sehr wertvoll. Die Rückmeldung der Teilnehmer zeigt, dass die Themen die täglichen Fragen und Probleme in der Trainerarbeit getroffen haben. Nächstes Jahr werden wir auch wieder einen Trainerseminar in Neunburg anbieten.“ sagt Dr. Georg Wittmann, der bei den Neunburger Handballern das Trainerseminar mitorganisiert.

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